Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’

Obama-country, Obama-people and Obama-money

August 16, 2009

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Wie bereits erwähnt wird Ostafrika von der Weltgemeinschaft wirtschaftlich kaum wahrgenommen, ausser von den multinationalen Konzernen, die die Bodenschätze und Agrarflächen Afrikas mit modernster Technik bis aufs Blut ausschöpfen. Ein kleines Kind in Ostafrika hat dementsprechend schlechte Karten sich jemals profilieren zu können. Abgesehen von brutale Diktatoren (e.g. Diktator Mugabe) und Despoten, unerschrockene Freiheitskämpfer (e.g Nelson Mandela) und Langstreckenläufer (e.g. Haile Gebrselassie, der mit 35 Jahren den Berliner Marathon in etwa 2h rannte) gibt es nur wenige prominente Afrikaner. Die Geschichtsbücher über Afrika lehren uns welche weissen Entdecker als erste zur Quelle des Nils vorgedrungen sind, welcher weisse Bergsteiger als erster den Kilimanjaro bestiegen hat und welcher weisse Naturschützer welchen Nationalpark gegründet hat. Die Afrikaner selbst werden von der ersten Welt in ihrer eigenen Geschichte mehrheitlich nur Statisten wahrgenommen. Desto grösser ist die Freude der Afrikaner wenn sich ihre Fussballnationalmannschaften an einer Weltmeisterschaft profiliert, oder wenn ein lokaler Marathonläufern der westlichen Konkurrenz an Marathons davonläuft.

Seit dem 4. November 2008 hat ganz Afrika einen neuen Helden. Seit diesem mythischen Datum steht fest, dass niemand andere als der mächtigste Mann der Welt in den nächsten 4 Jahren ein Schwarzafrikaner sein wird. Barak Obama, 44th President of the United States of America, dessen Vater aus Kenia stammt, wird von allen Afrikaner wohl verehrt wie keiner zuvor.

In Tansania sind Hauswände, Busse, Autos und Bars mit Obama Porträts geschmückt. Liebevoll werden die USA von der lokalen Bevölkerung nur noch als Obama-country bezeichnet. Unter sich sprechen die Tansanier nur von Obama-Dollars, Obama-people oder Obama-cars wenn sie über die USA sprechen.

Während meiner ganzen Reise habe ich keinen Tansanier getroffen, der nicht feuchte Augen bekommen hat wenn das Thema Obama angesprochen wird. Zu gross ist der Stolz, dass es einer der Ihren an die aller oberste Spitze der Macht gebracht hat. Modest, der Bergführer vom Kilimanjaro, pflegte vor jeder Bergetappe ein rhythmisches „Baaaarak Oooobama“ zu siegen, der Safari-Fahrer präsentierte stolz einen Obama Kleber auf dem Armaturenbrett seines Jeeps und die Verkäufer schmücken ihre Läden und Stände mit Obama-Fahnen …

Nun, ehrliche gesagt, Obama hat auch mich nach seinen ersten Wochen seiner Präsidentschaft überzeugt. Na dann wünsche ich Obama und seinem Team mal viel Erfolg, und hoffe natürlich dass seine Politik die riesigen Wahlversprechen die er in den letzten Jahren gemacht hat auch halten kann. Yes, we can!

PS: Unter folgendem Link sind sämtliche Wahlversprechen von Obama aufgelistet. Zudem ist der jeweilige Stand des Wahlversprechens angegeben.

http://www.politifact.com/truth-o-meter/promises/

Some Impressions from Tanzania

März 19, 2009

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Hallo Leute :-)

Also, vorerst mal einige Eindrücke aus Tansania. Unter folgendem Link habe ich einige Bilder meiner Reise nach Tansania freigeschaltet :

http://www.gazai1.magix.net

(Auf der linken Seite müsst ihr auf das Verzeichnis ‘Finger’ klicken)

Bis bald :-)

Uhuru Peak, the highest Point in Africa

März 10, 2009

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Am 9. Maerz, um 5:24 haben Modest (mein Bergfuehrer) und ich den Uhuru Peak erreicht. Ein unglaubliches Gefuehl. Mehr dazu spaeter.

Jambo!!!

Preparing the departure

März 2, 2009

Morgen ist es soweit! Von Genf werde ich über Amsterdam nach Moshi in Tansania fliegen. Mein ehrgeiziges Ziel: der Kibo Gipfel (Uhuru Peak)! Ein deutsches Reisebüro hat mir einen Bergführer vermittelt, der mir den Weg zum Gipfel zeigen will. Innerhalb von 5 Tagen wollen wir versuchen vom Machame Gate (1800 m ü M) den Uhuru Peak (5895 m ü M) zu ersteigen. Noch nie zuvor hatte ich eine vergleichbare sportliche Leistung erbracht, und je näher die Abreise rückt, desto unmöglicher erscheint mir das Vorhaben.

Meine momentane physische Verfassung ist sicher nicht auf Topniveau, zumal ich wenig Zeit hatte mich sportlich auf die Reise vorzubereiten. Vor 3 Tagen habe ich meinen alten Job aufgegeben, meine Wohnung in Bern geräumt und die üblichen administrativen Dinge eines Wohnortwechsels abgeschlossen. Ausser dem wöchentlichen Fussballtraining und ein paar Skiwochenenden habe ich kein weiteres Aufbautraining betrieben. Dementsprechend bin ich ziemlich unsicher, ob ich physisch überhaupt in der Lage bin, 7 Tage hintereinander, durchschnittlich fast 950 Höhenmeter zu meistern (einige Tagesetappe enthalten einen zusätzlichen kleinen Auf- und Abstieg um sich an die dünne Luft zu gewöhnen). Jedenfalls werde ich an die Grenzen meiner physischen Möglichkeiten gehen müssen. An Schokoriegel wird es mir sicher nicht mangeln, die habe ich schon als erstes in meinem Rucksack verstaut ;-)

Na dann, Inch Allah!

Heading to the Republic of Tanzania

Februar 20, 2009

Hallo Leute

In eineinhalb Wochen ist es soweit… Die Reiselust wird mich diesmal nach Schwarzafrika verschlagen. Vom einem wirtschaftlichen Standpunkt aus so ziemlich das Gegenteil von Kalifornien. In Afrika wohnen 924 Millionen Menschen (14% der Weltbevölkerung) und trotzdem spielt der schwarze Kontinent kaum eine Rolle in der Weltwirtschaft. Verblüffend, zumal Afrika Hauptproduzent des ersten Zahlungsmittels der menschlichen Geschichte ist: Gold! Knapp 25% des weltweiten Golds, 50% der Diamanten (auch wenn an diesen oft viel Blut klebt), 10% des Erdöls und sogar 70% der Kakao- Produktion stammt aus Afrika. Vielleicht sind es ja gerade diese wertvollen Rohstoffe die soviel Elend auf dem Kontinent verbreiten – Afrika hat den grössten Anteil an Armen (Menschen die mit weniger als 1$/Tag überleben müssen), fast 2/3 der Kinder unter 5 Jahren leben in Armut und die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 33 Jahren.

Dieser sozialen Ungleichheiten bewusst, habe ich mich dennoch entschlossen die Republik Tansania zu besuchen… Tansania, eines der ärmsten Länder der Welt, mit einem BIP pro Kopf von gerade mal 415$ – der wirtschaftliche Wert von Tansania entspricht dadurch gerade mal einem 140-stel der Schweiz (den UBS Meltdown noch nicht berücksichtigt). Landschaftlich kann Tansania aber durchaus auftrumpfen. Tansania grenzt an drei der größten Seen Afrikas: im Norden an den Viktoriasee, im Westen an den Tanganjikasee und im Süden an den Malawisee. Etwa 400km östlich des Viktoriasees befindet sich das Kilimandscharo Massiv, mit dem Kibo, der höchste Berg Afrikas. Und das möchte ich mir mal näher anschauen. Und noch was, sogar der gute W war schon dort (siehe Bild unter, ehrlich da muss ich Ihm einen grossen Pluspunkt geben, so lieb wie er da schaut). Bin ja gespannt wie das wird. Bis bald, dann aus Afrika :-)

Good bye, Auf Wiedersehen, Arrivederci, hasta la vista W!

Januar 18, 2009

Übermorgen ist George Walker Bush Geschichte!!! Nun gut, wenn die Konsequenzen seines Handelns nicht so gravierend wären, dann wäre der W wohl als witzigster Präsidenten in die Annalen der Geschichte eingegangen. Dennoch, nach 8 katastrophalen Jahren ist es höchste Zeit für einen Machtwechsel… Anbei einige Höhepunkte seiner Amtszeit…

… und wenn mal nicht der W für Aufregung sorgte, dann seine Entourage…

… leider waren die Konsequenzen seiner Inkompetenz gravierend und erzürnten wohl den Grossteil der Weltbevölkerung …

last but not least, die Unregelmässigkeiten während der Präsidentschaftswahl…

Barack Hussein Obama, Jr.

November 5, 2008

Das lang Ersehnte ist nun Tatsache geworden!!! Obama ist mit überwältigender Mehrheit zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt worden! Sogar im republikanischem Nevada erreichte Obama 55% der Stimmen! Fantastisch! Noch 77 Tage, dann ist der W Geschichte!

Congratulation America !!!

Lipstick on a pig

September 13, 2008

Hauptthema in den Medien hier ist natürlich der Wahlkampf – und gerne würde ich darüber mehr berichten. Dem schlauen Fuchs McCain ist da sicher ein exzellenter Coup gelungen, die hübsche Palin als Vize zu nominieren. Statt jedoch die dringenden Themen wie Gesundheitswesen, Staatsverschuldung, Irakkrieg zu thematisieren, dominiert seit Tagen der verbale Ausrutscher von Obama die Nachrichten. „You know, you can put lipstick on a pig, but it’s still a pig“ hat er in Bezug auf die Ähnlichkeit der politischen Ausrichtung von McCain und Bush gesagt. Ein Sprichwort, dass sowohl Bush als auch Cheney mehrmals verwendet haben, ohne dass eine Sau danach gerufen hat. FoxNews nutzt diese verbale Entgleisung jedoch geschickt aus um Obama als Sexist zu diffamieren. Ganz schön schweinisch dieser Wahlkampf. Deshalb – no further comments!

Hitchhiking in the USA

September 13, 2008

Jeder hat es wohl schon mal versucht, oder zumindest davon geträumt. Alles liegen zu lassen und abzuhauen, in die grosse weite Welt zu fahren, das grosse Glück, das Unbekannte, neue Abenteuer zu suchen. Seine sieben Sachen zu packen, sich an den Strassenrand zu stellen und per Anhalter ins Ungewisse zu fahren.

Nun, meine Zeit des Autostoppen ist wohl definitiv vorbei – im Mieteauto lässt es sich gemütlicher reisen ;-) . Dennoch, in Erinnerung an frühere Zeiten versuche ich Autostopper prinzipiell immer mitzunehmen – falls mir mein Bauchgefühl nicht anderes besagt. Und Autostopper gibt es viele entlang der kalifornischen Pazifikküste – Europäer die sich per Anhalter von Kanada nach Argentinien durchschlagen wollen, Latinos, die auf Jobsuche sind, Sandler, die mit ihren Plastiksäcken weiterwollen und Jungendliche, die aus der Einöde eines abgelegenen Kaffs ausbrechen wollen und das grosse Abenteuer suchen.

Ich habe schon einige Anhalter mitgenommen, aber eine Gruppe Jugendlicher hat mich besonders beeindruckt. Zwei Jungs und ein Mädel, Mitte Zwanzig, sitzen verstaub am Rand des Highways 101 auf ihren Rucksäcken und strecken unmotiviert ihren Daumen den Autofahrern entgegen. An die Pazifikküste wollen sie, oder nach San Francisco. Ich nimm die Drei mit, obwohl sie total verdreckt sind und zum Himmel stinken – wochenlanges „Backpacken“ geht an keinem unbemerkt vorbei.

Aus einem kleinen Kaff im Nordwesten von Oregon seien sie, dort sei jedoch nichts los, in Kalifornien geht die Post ab, dort gibt es Jobs und ein Haus wollen sie bauen. Während der eine nur so sprüht vor Motivation und mir all seine Pläne anvertraut, steckt sich der andere die Kopfhörer seines iPod in die Ohren und das Mädel schaut entmutigt aus dem Fenster. Tja, was von Aussen nach romantischen Abenteurertum aussieht, entpuppt sich als ein mühseliger Überlebenskampf. Drei Wochen sind die Drei nun schon unterwegs, schlaffen immer am Strassenrand und haben ihr Glück in Californien immer noch nicht gefunden. Das Mädchen ist entmutigt, will lieber zurück, ihr Freund glaubt weiter dran und der Dritte im Bunde (der mit dem iPod) macht nur noch aus Loyalität mit, will aber so schnell wie möglich wieder zurück nach Oregon. In kleinen Dörfern werden sie schnell von der örtlichen Polizei vertrieben, in grossen Städten müssen sie sich neben all den Obdachlosen durchschlagen. Etwas Desillusion klingt da schon durch.

Ich lass die Drei in einem kleinen Kaff in der Nähe der Pazifikküste raus. Die Sonne ist schon am untergehen und kalter Nebel treibt vom Pazifik her übers Land. Ja, mit dem kommenden Winter wird sich die Suche nach dem Glück nicht vereinfachen. Gönnen würde ich es Ihnen allemal. Good luck!

Crater Lake in Oregon

September 11, 2008

Oben im Oregon (nördlicher Nachbarsstaat von California) gibt es einen See der noch blauer sein soll als der Lake Tahoe. In der Tat soll er sogar der klarste See der Welt sein – mit Sichttiefen bis über 40 m. Es handelt sich um den Crater Lake, der im Krater eines erloschenen Vulkans auf etwa 1’880 Höhenmeter liegt. Die Sage der Klamath Indianer besagt, dass der Crater Lake durch einen heftigen Streit zwischen Skell (der gute Himmelsgott) und Llao (der böse Unterweltgott) entstanden ist. Aus geologischer Sicht ist der See jedoch eher durch den Zusammenbruch des Vulkans Mazama, nach tagelangen Ausbrüchen entstanden.

Nach einer Woche Limnology Workshop am Tahoe (incl. all den üblichen Aktivitäten eines solchen Anlass: Galadinner, Barbecue und Bowling Night) mach ich mich am Montagmorgen auf den Weg Richtung Crater Lake. Auf dem Highway 395 geht’s durch die trockenen Steppen Nevadas, hinauf nach Susannville und Alturas – zwei typische verschlafene Dörfer, deren Haupteinnahmequelle wohl einzig die lokale Tankstelle ist. Ab der Stateline (Grenze zwischen California und Oregon) wird die Landschaft grüner und man fährt stundenlang auf schnurgeraden Strassen mitten durch den dicksten Tannenwald. Als ich mich dem Crater Lake nähere erfüllt dichter Rauch die Luft. In der Tat muss ich immer wieder Umleitungen folgen, da zahlreiche lokale Waldbrände die direkte Strecke unpassierbar machen.

Der höchste Punkt am Crater Lake ist mit 2’721 Höhenmeter der Mt Scott, am östlichen Ufer des Sees – klar dass ich da mal rauf musste. Der Weg führt über einen Steilen Schotterhang hinauf zu einem Fire Lookout. Die Sicht oben ist wegen des dicken Rauchs stark eingeschränkt, dafür hat man einen guten Überblick auf all Feuerfronten und eine herrliche Sicht auf den Crater Lake.

Gegen 10Uhr abends, einige Meilen vor Crecent City (CA), übermannt mich die Müdigkeit und ich kehre in das erst beste Motel ein. Eine echte Harley Davidson Spelunke – im wahrsten Sinne des Wortes. Die beiden Betreiber sind richtige Rocker und könnten zu den ZZ Tops gehören. Da gehöre ich mit meinem Prius nicht gerade zur Stammkundschaft. 30 $ kostet die Übernachtung in einer simplen Holzbaracke ohne Bad – Willkommensbier inbegriffen ;-) Pissen tut man hier gegen einen Baum und baden kann man im Bach nebenan. Na dann, will ich mich mal nicht zieren. Cheers!

PS: May God bless the victims and their families of the Terror Attacks of September 11, 2001.