Archiv für Oktober 2007

Bear on the Highway

Oktober 24, 2007

 

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Bildnachweis: www.20min.ch

Hier noch die Bilder, die um die Welt gegangen sind: ein Bär hat sich in der Nacht auf die Autobahnbrücke über dem Trukee River zum Lake Tahoe verirrt und konnte sich dann nicht mehr in Sicherheit bringen… Ob man auf der Nydeggbrücke in Bern auch mal einen Bären sehen wird?

The breathtaking Grand Canyon

Oktober 5, 2007

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Wer hat nicht schon mal stundenlang Bilder des Eindrücklichen Grand Canyons angeschaut und sich vorgestellt als Weisskopfadler um die mächtigen Kalksäulen herumzufliegen? In Wirklichkeit ist der Anblick noch viel atemberaubender, das kann man in Worten gar nicht ausdrücken. Insbesondere bei Sonnenauf- oder Untergang: dann schimmern die bis zu über 1800 Millionen Jahre alte Erdschichten in allen Rottönen und verleihen dem ohnehin schon unglaublichen Naturspektakel eine zusätzliche Prise Romantik. Klar, dass ich mir das einmal näher anschauen wollt…

Ich parkiere (jaja, das ist wohl Züridütsch) meinen Neon auf einem kleinen Parkplatz einige Meter von der Südkante des Canyons entfernt. Die Sonne ist schon untergegangen und da ich vor Sonnenaufgang den Abstieg beginnen will, mach ich es mir in meinem Neon bequem – naja, so gut es halt in einem Sport coupé geht. Viel Schlaff finde ich eh nicht, da ich viel zu ungeduldig auf den erlösenden Wecker warte, der das Zeichen zum Abstieg gibt.

Gegen sechs Uhr früh mach ich mich auf die Socken. Die ersten Hundert Höhenmeter durchlaufe ich in Halbfinsternis – Wolken verdecken den Mond und die Sonnenstrahlen schaffen es noch nicht ganz über die Canyonkante hinweg. Doch genau als ich auf einem Plateau hinaus zum Hauptcanyon laufe, geht die Sonne auf und der Canyon erstrahlt in seiner vollen Pracht – unglaublich. Ich setz mich auf eine kleinen Felsbrocken und frühstücke im Strahlenmeer, welches den Canyon durchflutet.

Der Abstieg geht viel schneller als ich anfangs angenommen habe. Kurz vor zehn Uhr morgens habe ich die 1800 Höhenmeter überwältigt und erreiche den braun gefärbten Colorado River. Die andauernde Trockenheit der letzten 8 Jahre (Klimaveränderung?) haben den Abfluss jedoch beträchtlich zugesetzt. Viel mehr Wasser als in unserer Aare (längste Fluss der ganz in der Schweiz liegt) fliesst hier nicht mehr ab. Ich fachsimple mit ein paar Rafter über die Rapids des Canyons, welche im vergleich zum Klamath River wirklich wie sanfte Wellen wirken.

Gegen Mittag nehme ich den mühsamen Aufstieg in Angriff. Das gefährliche am Grand Canyon ist wohl, dass man zuerst, gut ausgeruht, runter läuft und erst danach den anstrengenden Aufstieg bewältigen muss. Desto höher ich mich den Canyon hinauf schleppe, desto mehr Touristen begegne ich. Im obersten Viertel tummeln sich Touristen aus aller Welt – Japaner fotografieren jeden Stein, Chinesen essen Nudelsuppe am Wegrand, Holländer geniessen Bier in der Sonne, ein Moslem führt sogar seine weibliche Begleitung ein Stück weit den Canyon hinunter… und alle mühen sich am spätern Nachmittag den Canyon hinauf. Tja, an so einem Steilhang merkt man, dass wir Menschen, trotz kulturellen Unterschieden, im Grunde alle aus dem gleichen Holz geschnitzt sind.

Crossing Death Valley

Oktober 5, 2007

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Das ‚Tal des Todes’ war vor nicht allzu langer Zeit ein gefürchtetes Hindernis für viele Siedler die auf der Suche nach dem grossen Glück nach Westen zogen… nur etwa 130 km östlich von Mt Whitney befindet sich der tiefste Punkt (85 m unter dem Meeresspiegel) der USA. Die heimtückische Trockenheit hat in der Vergangenheit schon einigen Pionieren das Leben gekostet – tja, das Tal trägt den Namen nicht zu unrecht.

 

Nach einer letzten Abschiedsparty am Institut, bei der wir alle schlussendlich im nahen Casino beim Live Konzert der Devil make three abfeiern, mach ich mich mit etwas Wehmut (ja die Zeit am Tahoe war great!) auf den Weg Richtung Death Valley und Las Vegas. Bis Lone Pine führt der Weg auf dem wohlbekannten Highway 395 (siehe frühere Einträge) Richtung Süden, von dort geht’s dann Richtung Osten in die trockene Salzwüste. Eindrücklich schimmern die Granit- und Metamorphe Gesteinschichten der Umliegenden Felsflanken in unterschiedlichen Farben. Warnschilder machen auf die Gefahr aufmerksam, dass Automotoren bei Temperaturen über 100°F gerne mal überhitzen und daher die Klimaanlage ausgeschalten werden soll… ha, das kommt mir ja bekannt vor ;-) . Bedächtlich lenke ich den Neon den kurvigen Highway 190 ins Tal hinunter. Die ‚Service Engine Soon’ lampe, die seit einigen Tagen bei meinem Neon aufleuchtet, ist auch nicht gerade beruhigend.

 

Bad water heisst der tiefste Punkt des Tales – früher gab es hier einen kleinen Salzsee, heute gibt es nur noch eine kleine Pfütze mit Salzwasser. Das faszinierende an dem Ort ist jedoch vielmehr die Verkrustung der ausgetrockneten Erde – überall glitzern Salzkristalle in der Sonne und manchmal haben sie sich sogar zu Sechsecken zusammengeformt, die mehrere Meter Durchmesser haben können. Dennoch: ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich es mit dem Neon vor Dunkelheit wieder aus dem Tal raus schaffe.

 

Zirka 80 Meilen östlich der CA/NV-Stateline liegt Las Vegas, oder Sin City, wie die Stadt auch manchmal genannt wird. Zirka 10 Meilen vor der Metropole fängt der Himmel an zu schimmern – zuerst ganz leicht, dann immer stärker und fast könnte man meinen die Sonne würde im Osten aufgehen. Auf der letzten Hügelkette erblickt man es dann, das Lichtermeer von Las Vegas, welches die umliegende Wüste gleich miterleuchtet.