
Hallo Leute
Also, vorerst mal einige Eindrücke aus Tansania. Unter folgendem Link habe ich einige Bilder meiner Reise nach Tansania freigeschaltet :
(Auf der linken Seite müsst ihr auf das Verzeichnis ‘Finger’ klicken)
Bis bald

Hallo Leute
Also, vorerst mal einige Eindrücke aus Tansania. Unter folgendem Link habe ich einige Bilder meiner Reise nach Tansania freigeschaltet :
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Bis bald

Am 9. Maerz, um 5:24 haben Modest (mein Bergfuehrer) und ich den Uhuru Peak erreicht. Ein unglaubliches Gefuehl. Mehr dazu spaeter.
Jambo!!!
Morgen ist es soweit! Von Genf werde ich über Amsterdam nach Moshi in Tansania fliegen. Mein ehrgeiziges Ziel: der Kibo Gipfel (Uhuru Peak)! Ein deutsches Reisebüro hat mir einen Bergführer vermittelt, der mir den Weg zum Gipfel zeigen will. Innerhalb von 5 Tagen wollen wir versuchen vom Machame Gate (1800 m ü M) den Uhuru Peak (5895 m ü M) zu ersteigen. Noch nie zuvor hatte ich eine vergleichbare sportliche Leistung erbracht, und je näher die Abreise rückt, desto unmöglicher erscheint mir das Vorhaben.
Meine momentane physische Verfassung ist sicher nicht auf Topniveau, zumal ich wenig Zeit hatte mich sportlich auf die Reise vorzubereiten. Vor 3 Tagen habe ich meinen alten Job aufgegeben, meine Wohnung in Bern geräumt und die üblichen administrativen Dinge eines Wohnortwechsels abgeschlossen. Ausser dem wöchentlichen Fussballtraining und ein paar Skiwochenenden habe ich kein weiteres Aufbautraining betrieben. Dementsprechend bin ich ziemlich unsicher, ob ich physisch überhaupt in der Lage bin, 7 Tage hintereinander, durchschnittlich fast 950 Höhenmeter zu meistern (einige Tagesetappe enthalten einen zusätzlichen kleinen Auf- und Abstieg um sich an die dünne Luft zu gewöhnen). Jedenfalls werde ich an die Grenzen meiner physischen Möglichkeiten gehen müssen. An Schokoriegel wird es mir sicher nicht mangeln, die habe ich schon als erstes in meinem Rucksack verstaut
Na dann, Inch Allah!

Hallo Leute
In eineinhalb Wochen ist es soweit… Die Reiselust wird mich diesmal nach Schwarzafrika verschlagen. Vom einem wirtschaftlichen Standpunkt aus so ziemlich das Gegenteil von Kalifornien. In Afrika wohnen 924 Millionen Menschen (14% der Weltbevölkerung) und trotzdem spielt der schwarze Kontinent kaum eine Rolle in der Weltwirtschaft. Verblüffend, zumal Afrika Hauptproduzent des ersten Zahlungsmittels der menschlichen Geschichte ist: Gold! Knapp 25% des weltweiten Golds, 50% der Diamanten (auch wenn an diesen oft viel Blut klebt), 10% des Erdöls und sogar 70% der Kakao- Produktion stammt aus Afrika. Vielleicht sind es ja gerade diese wertvollen Rohstoffe die soviel Elend auf dem Kontinent verbreiten – Afrika hat den grössten Anteil an Armen (Menschen die mit weniger als 1$/Tag überleben müssen), fast 2/3 der Kinder unter 5 Jahren leben in Armut und die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 33 Jahren.
Dieser sozialen Ungleichheiten bewusst, habe ich mich dennoch entschlossen die Republik Tansania zu besuchen… Tansania, eines der ärmsten Länder der Welt, mit einem BIP pro Kopf von gerade mal 415$ – der wirtschaftliche Wert von Tansania entspricht dadurch gerade mal einem 140-stel der Schweiz (den UBS Meltdown noch nicht berücksichtigt). Landschaftlich kann Tansania aber durchaus auftrumpfen. Tansania grenzt an drei der größten Seen Afrikas: im Norden an den Viktoriasee, im Westen an den Tanganjikasee und im Süden an den Malawisee. Etwa 400km östlich des Viktoriasees befindet sich das Kilimandscharo Massiv, mit dem Kibo, der höchste Berg Afrikas. Und das möchte ich mir mal näher anschauen. Und noch was, sogar der gute W war schon dort (siehe Bild unter, ehrlich da muss ich Ihm einen grossen Pluspunkt geben, so lieb wie er da schaut). Bin ja gespannt wie das wird. Bis bald, dann aus Afrika

Übermorgen ist George Walker Bush Geschichte!!! Nun gut, wenn die Konsequenzen seines Handelns nicht so gravierend wären, dann wäre der W wohl als witzigster Präsidenten in die Annalen der Geschichte eingegangen. Dennoch, nach 8 katastrophalen Jahren ist es höchste Zeit für einen Machtwechsel… Anbei einige Höhepunkte seiner Amtszeit…
… und wenn mal nicht der W für Aufregung sorgte, dann seine Entourage…
… leider waren die Konsequenzen seiner Inkompetenz gravierend und erzürnten wohl den Grossteil der Weltbevölkerung …
… last but not least, die Unregelmässigkeiten während der Präsidentschaftswahl…
Das lang Ersehnte ist nun Tatsache geworden!!! Obama ist mit überwältigender Mehrheit zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt worden! Sogar im republikanischem Nevada erreichte Obama 55% der Stimmen! Fantastisch! Noch 77 Tage, dann ist der W Geschichte!
Congratulation America !!!
Hauptthema in den Medien hier ist natürlich der Wahlkampf – und gerne würde ich darüber mehr berichten. Dem schlauen Fuchs McCain ist da sicher ein exzellenter Coup gelungen, die hübsche Palin als Vize zu nominieren. Statt jedoch die dringenden Themen wie Gesundheitswesen, Staatsverschuldung, Irakkrieg zu thematisieren, dominiert seit Tagen der verbale Ausrutscher von Obama die Nachrichten. „You know, you can put lipstick on a pig, but it’s still a pig“ hat er in Bezug auf die Ähnlichkeit der politischen Ausrichtung von McCain und Bush gesagt. Ein Sprichwort, dass sowohl Bush als auch Cheney mehrmals verwendet haben, ohne dass eine Sau danach gerufen hat. FoxNews nutzt diese verbale Entgleisung jedoch geschickt aus um Obama als Sexist zu diffamieren. Ganz schön schweinisch dieser Wahlkampf. Deshalb – no further comments!

Jeder hat es wohl schon mal versucht, oder zumindest davon geträumt. Alles liegen zu lassen und abzuhauen, in die grosse weite Welt zu fahren, das grosse Glück, das Unbekannte, neue Abenteuer zu suchen. Seine sieben Sachen zu packen, sich an den Strassenrand zu stellen und per Anhalter ins Ungewisse zu fahren.
Nun, meine Zeit des Autostoppen ist wohl definitiv vorbei – im Mieteauto lässt es sich gemütlicher reisen
. Dennoch, in Erinnerung an frühere Zeiten versuche ich Autostopper prinzipiell immer mitzunehmen – falls mir mein Bauchgefühl nicht anderes besagt. Und Autostopper gibt es viele entlang der kalifornischen Pazifikküste – Europäer die sich per Anhalter von Kanada nach Argentinien durchschlagen wollen, Latinos, die auf Jobsuche sind, Sandler, die mit ihren Plastiksäcken weiterwollen und Jungendliche, die aus der Einöde eines abgelegenen Kaffs ausbrechen wollen und das grosse Abenteuer suchen.
Ich habe schon einige Anhalter mitgenommen, aber eine Gruppe Jugendlicher hat mich besonders beeindruckt. Zwei Jungs und ein Mädel, Mitte Zwanzig, sitzen verstaub am Rand des Highways 101 auf ihren Rucksäcken und strecken unmotiviert ihren Daumen den Autofahrern entgegen. An die Pazifikküste wollen sie, oder nach San Francisco. Ich nimm die Drei mit, obwohl sie total verdreckt sind und zum Himmel stinken – wochenlanges „Backpacken“ geht an keinem unbemerkt vorbei.
Aus einem kleinen Kaff im Nordwesten von Oregon seien sie, dort sei jedoch nichts los, in Kalifornien geht die Post ab, dort gibt es Jobs und ein Haus wollen sie bauen. Während der eine nur so sprüht vor Motivation und mir all seine Pläne anvertraut, steckt sich der andere die Kopfhörer seines iPod in die Ohren und das Mädel schaut entmutigt aus dem Fenster. Tja, was von Aussen nach romantischen Abenteurertum aussieht, entpuppt sich als ein mühseliger Überlebenskampf. Drei Wochen sind die Drei nun schon unterwegs, schlaffen immer am Strassenrand und haben ihr Glück in Californien immer noch nicht gefunden. Das Mädchen ist entmutigt, will lieber zurück, ihr Freund glaubt weiter dran und der Dritte im Bunde (der mit dem iPod) macht nur noch aus Loyalität mit, will aber so schnell wie möglich wieder zurück nach Oregon. In kleinen Dörfern werden sie schnell von der örtlichen Polizei vertrieben, in grossen Städten müssen sie sich neben all den Obdachlosen durchschlagen. Etwas Desillusion klingt da schon durch.
Ich lass die Drei in einem kleinen Kaff in der Nähe der Pazifikküste raus. Die Sonne ist schon am untergehen und kalter Nebel treibt vom Pazifik her übers Land. Ja, mit dem kommenden Winter wird sich die Suche nach dem Glück nicht vereinfachen. Gönnen würde ich es Ihnen allemal. Good luck!

Oben im Oregon (nördlicher Nachbarsstaat von California) gibt es einen See der noch blauer sein soll als der Lake Tahoe. In der Tat soll er sogar der klarste See der Welt sein – mit Sichttiefen bis über 40 m. Es handelt sich um den Crater Lake, der im Krater eines erloschenen Vulkans auf etwa 1’880 Höhenmeter liegt. Die Sage der Klamath Indianer besagt, dass der Crater Lake durch einen heftigen Streit zwischen Skell (der gute Himmelsgott) und Llao (der böse Unterweltgott) entstanden ist. Aus geologischer Sicht ist der See jedoch eher durch den Zusammenbruch des Vulkans Mazama, nach tagelangen Ausbrüchen entstanden.
Nach einer Woche Limnology Workshop am Tahoe (incl. all den üblichen Aktivitäten eines solchen Anlass: Galadinner, Barbecue und Bowling Night) mach ich mich am Montagmorgen auf den Weg Richtung Crater Lake. Auf dem Highway 395 geht’s durch die trockenen Steppen Nevadas, hinauf nach Susannville und Alturas – zwei typische verschlafene Dörfer, deren Haupteinnahmequelle wohl einzig die lokale Tankstelle ist. Ab der Stateline (Grenze zwischen California und Oregon) wird die Landschaft grüner und man fährt stundenlang auf schnurgeraden Strassen mitten durch den dicksten Tannenwald. Als ich mich dem Crater Lake nähere erfüllt dichter Rauch die Luft. In der Tat muss ich immer wieder Umleitungen folgen, da zahlreiche lokale Waldbrände die direkte Strecke unpassierbar machen.
Der höchste Punkt am Crater Lake ist mit 2’721 Höhenmeter der Mt Scott, am östlichen Ufer des Sees – klar dass ich da mal rauf musste. Der Weg führt über einen Steilen Schotterhang hinauf zu einem Fire Lookout. Die Sicht oben ist wegen des dicken Rauchs stark eingeschränkt, dafür hat man einen guten Überblick auf all Feuerfronten und eine herrliche Sicht auf den Crater Lake.
Gegen 10Uhr abends, einige Meilen vor Crecent City (CA), übermannt mich die Müdigkeit und ich kehre in das erst beste Motel ein. Eine echte Harley Davidson Spelunke – im wahrsten Sinne des Wortes. Die beiden Betreiber sind richtige Rocker und könnten zu den ZZ Tops gehören. Da gehöre ich mit meinem Prius nicht gerade zur Stammkundschaft. 30 $ kostet die Übernachtung in einer simplen Holzbaracke ohne Bad – Willkommensbier inbegriffen
Pissen tut man hier gegen einen Baum und baden kann man im Bach nebenan. Na dann, will ich mich mal nicht zieren. Cheers!
PS: May God bless the victims and their families of the Terror Attacks of September 11, 2001.

Das Auto ist für viele Amerikaner das Statussymbol schlechthin. Durch die Wahl des Autos will man sich identifizieren, sich charakterisieren und sich präsentieren. Kein Wunder, dass deshalb auch der ärmste Schlucker einen noch so grossen Monstertruck fahren muss. So kommt es auch, das der Toyota Prius nicht einfach nur ein Hybrid Auto ist, sondern zu einem Symbol der liberalen Linken hochgestiegen ist – insbesondere hier in California. In einem Artikel der New York Times geben 57% der Prius Besitzer an Prius zu fahren, weil es ein “statement about me” macht. Ja sogar der ehemalige CIA Chef James Woolsey fährt Prius – wenn nicht aus ökologischen Gründen, dann aus geopolitischen. Woolsey ist die Abhängigkeit der USA von Erdöl aus dem Mittleren Osten ein Dorn im Auge. Entsprechend hat er seinen Prius mit einem Bumpersticker “Bin Laden hates this car” ausgestattet.
Über 1 Million Priuse sind laut Toyota seit dessen Einführung schon verkauft worden – und mit einem davon fahre ich jetzt schon über eine Woche herum. Der Prius ist mit allem modernen Schnickschnack den man sich vorstellen kann ausgerüstet – eigentlich ein fahrender Supercomputer. Mit dem Elektromotor kann man sich unbemerkt hinter jedem Verkehrspolizisten vorbeischmuggeln und der Bordcomputer berechnet laufend den richtigen Mix zwischen Elektro- und Benzinantrieb. Entsprechend ist der Benzinverbrauch mit 49 Meilen pro Gallone (etwa 5 L pro 100 km) gering – für amerikanische Verhältnisse sogar sehr gering. Ja, es ist ein gemütliches Fahren mit dem Prius – eigentlich muss man nur noch das Lenkrad halten, der Rest erledigt der Bordcomputer.
Aber mal unter uns: vor gut 30 Jahren lag der Benzinverbrauch eines Renault 4 auch etwa bei 5 Liter pro 100 km – und das obwohl man vollbeladen Vollgas fuhr (also wer Purzel’s Fahrstil kennt, weiss von was ich rede
). Der Renault ratterte und dampfte – fast wie der gute alte Neon. Tja, ich muss schon sagen, der Spassfaktor war beim Neon um Grössenordnungen grösser als beim Prius. Bleibt nur zu hoffen, dass uns Computer in Zukunft nicht noch den letzten Spass rauben
Buenas noches.
