Visiting the Faisal Mosque

Mai 29, 2010

Also, endlich mal etwas Zeit um euch meinen Besuch der Faisal-Moschee zu schildern: Wir parken also unseren erdgasbetriebenen Skoda (tatsächlich fährt hier jedes 5. Autos mit Erdgas – Weltrekord verdächtig) auf dem riesigen Parkplatz vor der Faisal-Moschee. Zwischen dem Parkplatz und der Moschee liegt ein weiträumig angelegter Garten, in dem das Volk zur Erholung um das Mausoleum des General Muhammad Zia-ul-Haq (6. Präsident von Pakistan) spaziert: Frauengruppen, Familien, spielende Kinder und auch ältere Männer mit Turban und ihren verschleierten Ehefrauen tummeln sich hier wild durcheinander…

Beim Eingang der Moschee weißt ein grosses mehrsprachiges Schild auf die Verhaltenregeln hin. Nichtmuslimen ist das Betreten von Moscheen zwar erlaubt, der Hauptgebetsraum sollte jedoch ausschliesslich zur Ausübung des Gebets (Salāt) betreten werden. Neben dem Eingang herrscht Hochbetrieb: alle Besucher müsse die Schuhe an einem Stand vor dem Betreten der Moschee abgeben. Zwar ist die Moschee heute bei weitem nicht vollbesetzt, dennoch einige Tausend Besucher sind sicher anwesend. Nur so als Vergleich, stellt euch eine Eishockey-Finalissima zwischen GE Servette ;-) und dem SCB vor gut 7000 Zuschauer vor und alle müssten vorher ihre Schuhe abgeben – nur, dass hier bei Hochbetrieb etwa 50 Finalissimas gleichzeitig stattfinden – unvorstellbar. Dennoch, die Schuhabgabe funktioniert tadellos und schon stehe ich ohne Schuhe im Innenhof der Moschee. Bedacht folge ich meinem Begleiter und versuche mich möglichst unauffällig zu verhalten. Auch wenn Kinder im Hof herumtollen, Männer sich auf den Betonträgern der Mosche ausruhen und allgemein eine sehr relaxte Stimmung herrscht, will ich hier auf keinen Fall unangebracht auffallen. Neben der Ausübung der religiösen Praktiken scheint die Moschee auch ein Ort des sozialen Zusammentreffens zu sein, wo man über Gott und die Welt diskutiert und Freunde trifft. Im Vergleich zu den katholischen Kirchen ist der Innenraum der Moschee sehr bescheiden ausgestattet: ausser der monumentalen Architektur, den faszinierenden Marmormustern und der Qibla-Wand (Kennzeichnung der Gebetsrichtung), gibt es keine Statuen, Verzierungen oder andere Heiligtümer. Die Funktionalität steht hier im Vordergrund.

Nun, bevor der Imam zum allabendlichen Abendgebet aufruft verlassen wir die Besinnungsstätte. Besinnungsstätte, das kann man sagen, für mich war der Besuch eine echt eindrückliche Besinnung – ob es nun einen Allah, einen Gott, Reinkarnation, diverse Geister oder doch nur die gnadenlose Logik der Wissenschaft gibt sei mal dahingestellt.

Hier noch ein kleines Bild einer CNG-Garage unweit von meinem Guesthouse.

Being a heathen

März 17, 2010

Faisal Mosque

Tja, die Zeit hier in Pakistan ist wahrlich eine besinnliche Zeit. Alkohol ist strikt verboten, für Gotteslästerung kann es die Todesstrafe geben und Frauen ansprechen ist hier ein tabu… Generell wird es akzeptiert, dass man eines anderen Glaubens ist. Aber dass man keiner Religion angehört, das kann hier niemand verstehen… und wenn ich erzähle, dass meine Eltern geschieden sind und meine Familie über halb Europa verstreut ist, schütteln die Leute nur unverständlich den Kopf.

Wie dem auch sei, ich habe mich damit abgefunden und gebe mich von nun an als frommer Christ aus (getauft bin ich ja, die anderen sechs Sakramente müssen halt noch warten). Ja, ich habe sogar einiges nachgelesen (Wikipedia sei Dank) um nicht ganz neben den Schuhen zu stehen…

Nun, am Nachmittag hat ein Workshop-Teilnehmer mich eingeladen mit Ihm die Faisal-Moschee zu besichtigen. Die Faisal-Moschee ist die viertgrösste Moschee der Welt und hat vier stolze, 90m hohe Minaretts – da würden wohl unsere SVP-Politiker ganz schön staunen ;-) . Bis zu 300’000 Gläubige können hier Ihren Glauben gleichzeitig ausüben – in der Regel geschieht dies jedoch nur zum Fest des Fastenbrechens und zum Opferfest

… to be continued tomorrow – buenas noches

Going to the market in Islamabad

März 17, 2010

In den meisten moslemischen Ländern ist der Freitag (Gebetstag) ein freier Tag und das Wochenende fängt schon am Donnerstag an – dafür wird am Samstag und Sonntag gearbeitet. Wegen den wirtschaftlichen Bindungen zum Westen gilt jedoch in Pakistan ein westlicher Wochenrhythmus: Samstag und Sonntag sind Feiertag. Die Geschäfte sind geschlossen und auch sonst ruht die Arbeit – ausser auf dem lokalen Marktplatz, dort preisen Bauern Ihre Gemüse und ihr Vieh an. Ein faszinierendes Treiben – trotz Anschlagsgefahr.

Aber von vorne: Nach dem Ende des Workshops bin ich aus unserer Festung (unsere afghanischen Freunde nennen unser Hotel spöttisch Guantanamo – wegen der hohen Sicherheitsdispositiv) in ein kleines, unscheinbares Guesthaus umgezogen in einem ruhigen Wohnquartier (ganz sicher kein Anschlagsziel). Die Unterkunft ist bescheiden aber genügt meinen Ansprüchen vollkommen (das Bad ist zwar etwas schimmlig, aber sonst ist es sehr sauber). Im Fernsehen laufen pausenlos kitschige, indische Soap operas – wohl ein weiteres Paradox: in einem Land, dass mit Indien verfeindet ist und wo über 80% der Hochzeiten von den Eltern arrangiert werden, geniessen indische Soap operas über komplizierte Liebesaffären eine irrsinnige Popularität.

Nun, da ich bis Mittag Zeit habe und das Fernsehprogramm echt nicht meinem Geschmack entspricht, mach ich mich auf eine Runde joggen zu gehen. Als ich der Hauptstrasse entlang mich dem Zentrum nähere, häufen sich die zahlreichen Polizeikontrollen. Betonklötze sind auf die Strasse gelegt worden und jedes Fahrzeug wird von umstehenden Polizisten begutachtet. Fasziniert schau ich dem chaotischen Treiben zu – denn jedes Fahrzeug versucht so schnell wie möglich sich an den Kontrollen vorbeizudrängen, was zu einem unüberblickbaren Wirrwarr führt – bin mir nicht sicher ob da wirklich jedes Auto regelkonform inspiziert wurde.

Nach einigen weiteren Kontrollposten gelange ich an den Ursprung des ganzen Tumults: der wöchentlich Markt. Vor dem Eingangstor ist ein blitzblanker Metalldetektor aufgebaut… Alle Besucher und Verkäufer müssen diesen passieren, was zu einem noch viel grösseren Chaos führt. Ein Metallhändler gestikuliert wild herum und schimpft intensiv auf den Wachmann ein – wird wohl schwierig sein mit seiner Ware die neuen Sicherheitsbestimmungen zu umgehen. Wie dem auch sei, ich zwänge mich an den vielen Leuten vorbei und passiere die letzte Kontrolle. Der Markt bietet das übliche Bild: alles was man brauch kann man hier bekommen, vom Schafskopf, zu Teppich aber auch Metallwaren und Schwerter – also gibt’s doch Händler die die neuen Bestimmungen umgehen konnten ;-) Zu meinem Erstaunen läuft der Handel sehr gepflegt und geordnet ab – es wird nicht viel gehandelt und manche Stände haben sogar Preisschilder an der Ware angebracht. Ganz anders als andere Märkte in der dritten Welt, ist dieser Markt sehr sauber und gepflegt.

Ich gönne mir ein grosses Glas frisch gepressten Orangensaft – kostet gerade mal 40 Rappen (in der Schweiz würde man gut 20-mal soviel zahlen). Zwar wäre ab und zu auch mal ein Bierchen gemütlich, aber mit der Zeit gewöhnt man sich auch an das – bis bald.

Spiral of violence

März 13, 2010

Jeder kennt die Situation: bei Meinungsverschiedenheiten (oder manchmal sogar Missverständnissen) sagt eine Partei etwas unpassendes, die andere Partei gibt scharf zurück, was wiederum die erste Partei zu einer unüberlegten Reaktion verleitetet und schon streiten sich die beiden Parteien und sind Todfeinde. Diese Spirale der Gewalt, die sich auf jedem Pausenplatz überall auf der Welt abspielt, kann aber gravierende Auswirkungen annehmen…

Am Freitag vor einer Woche (5.3) gab es einen schrecklichen Anschlag (12 Opfer), dann kam die Festnehme eines angeblichen Talibanführers (6.3), postwendend wurde am Mittwoch (10.3) die FIA Zentrale gesprengt (12 Opfer) – laut Bekennerschreiben ein Racheakt für die Drohnenangriffe in Stammesgebieten. Die Gegenreaktion liess nicht auf sich warten: am Donnerstag griffen unbemannte Drohnen ein Wohnquartier an, auch dann noch als Anwohner Verletzte verpflegen wollten (14 Opfer). Die Bilanz für Freitag (12.3) ist unfassbar: 8!!! Anschläge, zwischen 50 und 60 Opfer, mindestens 120 Verletzte.

Angesichts der Herzlichkeit der Menschen hier, der Schönheit der Natur und der Unverständlichkeit des Terrors ist es echt zum verzweifeln.

Hijab, Chador or Burqa

März 11, 2010

Wie in den meisten muslimischen Ländern, halten sich die meisten Frauen hier in der Öffentlichkeit an den im Koran vorgegebenen, anspruchslosen Kleidungskode. Dieser besagt, dass Moslems sich in der Öffentlichkeit bescheiden zeigen sollen. Insbesondere werden Frauen dazu angehalten Ihre Schönheit in der Öffentlichkeit zu verbergen. Die Auslegung des Kleidungskodes lässt jedoch einen gewissen Spielraum frei. Somit kann frau sich einen coolen, farbigen Hijab (Kopftuch) locker über den Kopf legen und Ihre Haare im Wind wehen lassen, sich einen geheimnisvollen Chador (Art Mantel mit Schleier) überstülpen oder sich komplett unter einem Burka verstecken.

Hier in Islamabad sieht man fast ausschliesslich Frauen mit Hijabs in der Öffentlichkeit. Allerdings kann der Hijab in vielen Varianten getragen werden: von streng um den Kopf gewickelt, sodass nur noch das Gesicht sichtbar ist, bis zum locker über den Kopf gelegten Hijab. Entsprechend dieser Kleidungsmerkmale gestaltet sich auch die ersten Kontakte zwischen sich unbekannten Frauen und Männern.

Kurz nach dem Abendsgebet herrscht Hektik in unserer Festung. Autos fahren vor, Blumenblätter werden gestreut, Lautsprecher werden aufgebaut und Musiker spielen Gitarre. Heute findet die Hochzeit eines Verwandten des Projektkoordinators statt. Traditionsgemäss werden zur Hochzeit keine Kosten gescheut und sämtliche Freunde und Verwandte werden eingeladen. Etwas verlegen steh ich in meinem Anzug nun da und schaue fasziniert dem Treiben zu. Obwohl die meisten Gäste sich kennen oder sogar verwandt sind, unterhalten sich Frauen ausschliesslich mit Frauen und Männer mit Männern. Es gibt eigentlich keinen Kontakt zwischen Frau und Mann… – ausser… ganz kurze, fast unbemerkbare Blickkontakte. Das ganze ist ein Spiel wie es überall auf der Welt gespielt wird, nur tausendmal feinfühliger. Ein leichtes Zupfen am Hijab und schon kommt etwas mehr dunkle Haarpracht zum Vorschein. Natürlich ist der Hijab, der an solchen Anlässen getragen wird, kein normales Kopftuch, sondern ein elegantes, in prachtvollen Farben glitzerndes Schmuckstück, mit dem die Frauen geschickt Ihre Reize je nach Lust verbergen oder zur Schau stellen können. Der Höhepunkt des Abends ist wohl ein sanftes, unscheinbares aber bestimmtes Lächeln, verbunden mit einem etwas zu lange dauernden Blickkontakt.

Und mal ganz unter uns, persische Frauen haben Augen in denen man sich im kleinsten Bruchteil einer Sekunde verlieren kann. So glitzernd wie Millionen von Sternen in 1001 Nacht ;-)

Working day in Pakistan

März 8, 2010

Nun, wie fühlt man sich wohl in einem Land, indem man Polizeistationen meiden sollte, Menschenmengen aus dem Weg gehen sollte und ständig aufpassen muss nicht entführt zu werden? Die Antwort ist ganz einfach, ganz normal – ist man fast gewillt zu sagen. Aber eigentlich hat man gar keine Zeit über solche Sachen nachzudenken – oder doch?

Der Tag fängt ganz ermunternd an: ‚Top Al Qaeda leader reported held in Karachi’ titelt die Dawn, die mir jeden Morgen vor die Tür gelegt wird. Wird jetzt die ganze Region befriedet, jetzt wo der Kopf der Bande dingfest ist, fragt man sich da. In unserer Festung spürt man sowieso nichts von der ganzen Spannung im Land. Die Headlines wirken surreal, man liest sie als ob das irgendwo weit weg passiert wäre. Die Sonne scheint, draussen spielen Kinder, regelmässig hört man die Gebetsrufe der Imanen und in der ferne locken die goldbraun leuchtenden Margalla Hügel – es reut einem an so einem schönen Tag arbeiten zu müssen. Wie friedlich und wunderbar dieses Land doch ist!

Die grosse Ernüchterung folgt jedoch nur wenige Stunden später. Eine Autobombe explodiert neben dem FIA (das pakistanische FBI) in Lahore! Bilanz für den 8 März: 12 Opfer, 81 Verletzte, FIA Gebäude zerstört. Laut Dawn liegt ein Bekennerschreiben der Talibans vor: dies sei die Rache für die Drohnen Angriffe in den Stammesgebieten. Was für ein Irrsinn!

Trotz dieser schrecklichen Ereignisse nimmt unser Workshop ganz normal seinen Lauf. Fast normal. Das ganze fängt mit einer etwa 1-stündigen Verspätung an, da alle Strassen um wichtige Gebäude in Islamabad gesperrt wurden. Die Teilnehmer müssen daher lange Umwege in Kauf nehmen um am Workshop teilzunehmen. Sämtliche Teilnehmer stammen aus Pakistan und Afghanistan, sind also von den Ereignissen mehr oder weniger direkt betroffen. Einer der Teilnehmer wohnt keine 500m vom Anschlagsort entfernt. Die Wucht der Detonation hat die Scheiben seines Hauses brechen lassen. Viel kann er aber in dieser Situation nicht machen und so bleibt eigentlich keine andere Wahl als wie gewohnt weiterzuarbeiten… Inch Allah.

Pakistani hospitality

März 7, 2010

Es kommt ja schon häufig vor, dass man sich ein Land anders vorstellt als es wirklich ist. Aber Pakistan ist in dieser Hinsicht ganz besonders. Auf der einen Seite sind da die unaufhörlichen Nachrichten über unverständlich Terrorattacken (Bilanz für den 5. März: 2 Anschläge, 14 Opfer, 1 Entführung; Quelle: Dawn). Auf der anderen Seite gibt es da die immense arabische Gastfreundschaft.

Unser Hotel gleicht einer Festung. Ein halber Kilometer vor dem Eingang gibt es den ersten Kontrollposten. Danach folgt ein 300m langer Slalomparkur, wo jedes ankommende Fahrzeug zwischen massiven Betonblöcken sich durchschlängeln muss. Schlussendlich kommt man zum zweiten Posten, wo ein Wachmann mit einem Spiegel die Unterseite der Fahrzeuge nach Sprengstoff kontrolliert. Vor dem Hotel muss dann noch jeder Ankommende durch einen Metalldetektor gehen. Dann hat man’s geschafft und kann im Hotelkomplex den Luxus geniessen – Fitness, Buffet, Wellness incl..

Das echte Pakistan liegt jedoch vor dem ersten Kontrollposten. Am späteren Nachmittag machen Markus und Ich uns auf den Weg die Umgebung zu erkundigen. Vor einer kleinen Moschee mit echten Minaretts (hübsche kleine Türmchen, die in der Schweiz nun definitiv verboten sind) kommt uns ein junger Student entgegen. Ohne zu zögern grüsst er uns und zeigt uns die Gegend und erklärt uns, dass wir uns auf dem Gelände einer moslemischen Schule befinden. Mit seinem gebrochenen Englisch lädt er uns zu einer Tasse Tee ein. Sein Zuhause besteht aus einem kargen Betonraum, den er mit der Familie seines Bruders teilt. Der Boden ist mit Teppichen ausgelegt, an der Wand hängen Blumen, Möbel gibt es keine. Er serviert uns Mandeln und (sehr) süssen Tee und erzählt uns enthusiastisch über sein Studium.

Während er uns das alles erzählt wird mir klar, dass der junge Mann uns hier so ziemlich seinen ganzen Besitz präsentiert. Stolz knackt er eine Mandel nach der anderen, und fordert uns auf seine Gabe anzunehmen, während er selbst sich in Zurückhaltung übt. Mir ist das fast etwas peinlich – aber er insistiert mit einer unaufhörlichen Herzlichkeit. Das ist wohl die legendäre pakistanische Gastfreundschaft!

Nun, nachdem uns der junge Student seinen Brüdern vorgestellt hat laden wir Ihn zu einem Glass Orangensaft im  nächsten Lokal ein. Das mindeste das wir als Entgeltung tun können. Soviel mal zu meinen ersten Eindrücken – melde mich wieder.

Alles Gute aus Islamabad.

Heading to Pakistan

März 3, 2010

Hallo Leute :-)

Übermorgen ist es soweit! Ich werde rüberfliegen, nach Pakistan, in die finsterste Region der Welt, dort wo auf der einen Seite der Kashmir-Konflikt zwischen den beiden Atommächten Indien und Pakistan brodelt und wo auf der anderen Seite die berüchtigten Talibans ihr Unwesen treiben. Tja, nach den atemberaubenden Naturschauspielen der westlichen USA und dem wilden Tansania geht’s nun zum Brennpunkt der Brennpunkte. Könnt euch ja denken wie aufgeregt ich bin ;-)

Im Rahmen der deutschen Entwicklungshilfe sollte ich Vorort lokalen Ingenieuren unser hydrologisches Modell vorstellen. Die Vorbereitungen laufen schon seit geraumer Zeit auf Hochtouren und die österreichische und schweizer Botschaft sind informiert. Entsprechend der aktuellen Spannungen sind auch die Reisewarnungen eindeutig – oder doch zweideutig?

Beide Botschaften raten von Reisen nach Pakistan ab. Falls ein Besuch aber unabdingbar ist, sollte man weitgehende Vorsichtsmassnahmen beachten. Aufenthalte in der Nähe von Polizeistationen sollten vermieden werden (sind beliebte Anschlagsziele), auf Besuche von Marktplätzen mit grösseren Menschenmengen sollte ganz verzichtet werden (ebenfalls ein beliebtes Anschlagsziel) und allgemein sollte man sich vor Entführungen hüten (ein bisschen Taschengeld zu erpressen ist wohl sehr lukrativ). Na toll, wie soll den das gehen? Die Polizei sollte man vermeiden, Marktplätze auch, also sollte man in einsamen Gassen spazieren? Ideale Bedingungen für listige Entführer. Wie dem auch sei übermorgen geht’s ab – ich meld mich dann wieder. Live aus Islamabad.

Obama-country, Obama-people and Obama-money

August 16, 2009

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Wie bereits erwähnt wird Ostafrika von der Weltgemeinschaft wirtschaftlich kaum wahrgenommen, ausser von den multinationalen Konzernen, die die Bodenschätze und Agrarflächen Afrikas mit modernster Technik bis aufs Blut ausschöpfen. Ein kleines Kind in Ostafrika hat dementsprechend schlechte Karten sich jemals profilieren zu können. Abgesehen von brutale Diktatoren (e.g. Diktator Mugabe) und Despoten, unerschrockene Freiheitskämpfer (e.g Nelson Mandela) und Langstreckenläufer (e.g. Haile Gebrselassie, der mit 35 Jahren den Berliner Marathon in etwa 2h rannte) gibt es nur wenige prominente Afrikaner. Die Geschichtsbücher über Afrika lehren uns welche weissen Entdecker als erste zur Quelle des Nils vorgedrungen sind, welcher weisse Bergsteiger als erster den Kilimanjaro bestiegen hat und welcher weisse Naturschützer welchen Nationalpark gegründet hat. Die Afrikaner selbst werden von der ersten Welt in ihrer eigenen Geschichte mehrheitlich nur Statisten wahrgenommen. Desto grösser ist die Freude der Afrikaner wenn sich ihre Fussballnationalmannschaften an einer Weltmeisterschaft profiliert, oder wenn ein lokaler Marathonläufern der westlichen Konkurrenz an Marathons davonläuft.

Seit dem 4. November 2008 hat ganz Afrika einen neuen Helden. Seit diesem mythischen Datum steht fest, dass niemand andere als der mächtigste Mann der Welt in den nächsten 4 Jahren ein Schwarzafrikaner sein wird. Barak Obama, 44th President of the United States of America, dessen Vater aus Kenia stammt, wird von allen Afrikaner wohl verehrt wie keiner zuvor.

In Tansania sind Hauswände, Busse, Autos und Bars mit Obama Porträts geschmückt. Liebevoll werden die USA von der lokalen Bevölkerung nur noch als Obama-country bezeichnet. Unter sich sprechen die Tansanier nur von Obama-Dollars, Obama-people oder Obama-cars wenn sie über die USA sprechen.

Während meiner ganzen Reise habe ich keinen Tansanier getroffen, der nicht feuchte Augen bekommen hat wenn das Thema Obama angesprochen wird. Zu gross ist der Stolz, dass es einer der Ihren an die aller oberste Spitze der Macht gebracht hat. Modest, der Bergführer vom Kilimanjaro, pflegte vor jeder Bergetappe ein rhythmisches „Baaaarak Oooobama“ zu siegen, der Safari-Fahrer präsentierte stolz einen Obama Kleber auf dem Armaturenbrett seines Jeeps und die Verkäufer schmücken ihre Läden und Stände mit Obama-Fahnen …

Nun, ehrliche gesagt, Obama hat auch mich nach seinen ersten Wochen seiner Präsidentschaft überzeugt. Na dann wünsche ich Obama und seinem Team mal viel Erfolg, und hoffe natürlich dass seine Politik die riesigen Wahlversprechen die er in den letzten Jahren gemacht hat auch halten kann. Yes, we can!

PS: Unter folgendem Link sind sämtliche Wahlversprechen von Obama aufgelistet. Zudem ist der jeweilige Stand des Wahlversprechens angegeben.

http://www.politifact.com/truth-o-meter/promises/

Some Impressions from Tanzania

März 19, 2009

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Hallo Leute :-)

Also, vorerst mal einige Eindrücke aus Tansania. Unter folgendem Link habe ich einige Bilder meiner Reise nach Tansania freigeschaltet :

http://www.gazai1.magix.net

(Auf der linken Seite müsst ihr auf das Verzeichnis ‘Finger’ klicken)

Bis bald :-)


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